Archiv: Dienstag, 9. März

CLOSER

CLOSER Foto:

Die beiden Auftritte in St.Gallen dürfen aus rechtlichen Gründen nicht stattfinden. Somit ist diese Veranstaltung ABGESAGT!

Wir bitten um Entschuldigung und danken fürs Verständnis.

Ein Filmtheater von Piet Baumgartner und Petra Schmidig

Stück: Patrick Marber Produktion: Adimerci

Zwei Romantiker. Zwei die's besser wissen.

Eine Stripperin verliebt sich in einen Nachrufschreiber, weil der sich die Krusten von seinen Broten abschneidet. Eine erfolgreiche Fotografin heiratet einen Arzt, der im Internet nach einer Nymphe sucht. Ein Fremder sehnt sich nach einer Lügnerin, die nicht bereit ist zu springen und ein Mann will eine Frau, wenn da nicht ein Mädchen wäre.

Alice ist unsichtbar, Dan ist kein Psychopath, Anna therapiert sich mit Fischen und Larry trägt Kittel. Vier Menschen die Regeln aufstellen um sie selbst zu brechen und die Wahrheit fordern während sie lügen.

Filmemacher treffen auf Theaterschaffende und inszenieren Patrick Marber´s Erfolgsstück auf neuartige Weise. Ein Spektakel zwischen Theater, Film, Musik und Mode.

Ensemble

Cast
Alice  -  Petra Schmidig
Anna  -  Katrin Blum
Dan  -  Samuel Braun
Larry  -  Pascal Goffin

Musik
Harfe und Gesang  -  Linda Vogel
Elektronische Musik  -  Fabian Gutscher

Crew
Regie  -  Piet Baumgartner
Dramaturgie  -  Robin Kipp
Regieassistenz  -  Nathalie Kamber
Bühnenbild  -  Silvan Kuhl
Kostüme  -  Julian Zigerli, Julie Eilenberger, Daniel Haller
Film  -  Piet Baumgartner
Technik  -  Jan Sommer

Closer wendet sich in unverblümter Sprache direkt und fragend an den Einzelnen. Das Publikum wird mit einer Form der Realität konfrontiert, welche selten so ungeschönt und direkt anzutreffen ist. In unserer Gesellschaft, in welcher die Glorifizierung des Ungebunden seins und die Freiheit des Singlehaushalts allgegenwärtig ist, fragen wir uns: Wo ist das Verlangen nach dem/der Eine/n geblieben? Die vier Protagonisten stehen allesamt für die Einsamkeit in mitten der Masse. In den Zeiten von Facebook und Twitter in welcher ein jeder tausende von Freunden zusammentrommeln und diese Zahl tagtäglich um weitere aufstocken kann, fragen wir uns unweigerlich: Wie austauschbar ist jeder Einzelne von uns? Sind unsere Freunde und Bekannte wirkliche Gefährten? Oder sind wir alle bloss Streckenläufer, die ein Stück des Weges gemeinsam gehen und bei jeder Abzweigungen die Karten neu mischen? Der Lebenspartner ist dem Lebensabschnittspartner gewichen. Damit desillusionieren wir uns selbst und führen uns die Endlichkeit der Liebe vor Augen. Sind wir zynisch, oder einfach ehrlich? Sind wir Menschen zur unendlichen Liebe überhaupt fähig? Haben wir uns in den letzten Jahren bloss aus dem Korsett der Abhängigkeit befreit, welches uns jahrelang im eisernen Griff gehalten hat, oder haben wir einfach aufgehört an das Märchen von " they lived happily ever after" zu glauben? Alice, Dan, Anna und Larry sind vier Menschen auf der Suche nach Liebe. Sie wollen Closer auf die Bühne bringen, weil es in einer wundervollen Art und Weise die Zerbrechlichkeit der Gefühle eines jeden von uns und den innigen Wunsch nach Geborgenheit und Zuneigung aufzeigt. Closer und seine Figuren geben der Zerrissenheit und der Hilflosigkeit ein Gesicht. Liebe 2010?

Basis für die Inszenierung bildet das Theaterstück Closer von Patrick Marber von 1997. Das Werk wurde und wird weltweit mit grossem Erfolg inszeniert. Zudem hat Closer zahlreiche Auszeichnungen gewonnen und war unter anderem für einen Tony Award (1999) nominiert. 2004 verfilmte Mike Nichols das Stück unter gleichem Namen, ebenfalls mit grossem Erfolg. Deutsche Übersetzung von Helmar Harald Fischer.

www.closer-theater.ch
 


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