 | AGENT FRESCO (ISL)



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support THE DOPE (D)
präsentiert von BRUCHTEIL
Es freut uns, euch zum Abschluss der Saison noch ein weiteres Highlight präsentieren zu können. Es handelt sich um die unglaublichen AGENT FRESCO, die trotz Minimalbesetzung wohl so ziemlich alles an die Wand schreiben und erst recht spielen und singen, was sich auch sonst mit Attributen wie „vertrackt“, „progressiv“ und „technisch versiert“ rühmt.
Dabei strotzen die Isländer nur so vor frischen Ideen und einem in dieser Form selten angetroffenen Freigeist und fügen Glamrock, Progressive Rock, jazziges, Screamo, Metal, Mathpop, Melodrama und noch so einiges andere an Stilen mehr zusammen. Diese disparaten Elemente bilden überraschenderweise kein beliebig zusammen gemischtes Stückwerk, sondern ein leidenschaftliches, komplexes Ganzes. In dem die Farbe schwarz eine bestimmende Rolle spielt, die Melancholie nie vergeht, aber der Trotz und das Aufbegehren in Schönheit den selbstverständlichen Gegenpol dazu bilden. Schwarz ist hier keine pessimistische, sondern eine hochlebendige Farbe. Das Publikum wird gehörig durchgeschüttelt, die Ohren unerbittlich lärmend und energisch durchgespült. Danach hört man besser. Und andere Dinge als zuvor.
Das sehr hörenswerte Debütalbum „A Long Time Listening“ ist Ende vergangenen Jahres in Island herausgekommen und erntet Lobeshymnen aller Art. Das Herz ihrer Songs sind unwahrscheinlich schöne, verzweigte Lyrics, um die die Musik gewoben wird, die in uferlose Klangexperimente ausarten kann, wo inmitten lieblicher Musik plötzlich bombastische Gitarrensounds ausbrechen wie auf Island die Vulkane… wo polyrhythmische Drums klingen wie in Senegal und man am Schluss aber doch genau hört, dass da auch noch eine Jazzschule im Spiel war.
Beschauliches Konsumieren ist hier nicht. Agent Fresco fordern durch ihre Vielseitigkeit und ihre Hingabe. Durch Hoffnung und Leidenschaft. Durch lärmigste Ausbrüche und zarteste Piano-Augenblicke. Sowohl das musikalisch trainierte Ohr als auch das unmittelbare wird mit packenden Melodien und Klängen verwöhnt und kommt auf seine Kosten. Ihre intensiven, energiegeladenen Live-Shows sind eine Wucht.
In ihrer Heimat haben die Jungs schon mehrere Preise abgeräumt. Bereits im Gründungsjahr 2008 gab es beim gewonnenen „Battle Of The Bands“ zusätzlich die Auszeichnungen des besten Drummers, Gitarristen und Bassisten. Kurz darauf den „Brightest Hope Award“ bei den Icelandic Music Awards. Und in diesem Jahr waren sie dort für gleich drei Kategorien nominiert: bestes Album, beste Live Performance und bester Sänger des Jahres.
Das Quartett um den der absoluten Hingabe verfallenen Sänger Arnór Dan Arnársson ist einmal mehr ein imposanter Beweis für die atemberaubend kreative Musikszene auf der Vulkaninsel.
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THE DOPE (D)
Noch nie dagewesen? Nein. Es ist schon viel dagewesen. Da wollen wir uns mal nichts vormachen. „Frisch“, wie Erik Langer, seines Zeichens Gitarrist bei Kettcar, feststellt, trifft das ganze schon eher. Auffällig ist wohl die Minimalbesetzung der Band. Schlagzeug, Gitarre und Gesang müssen genügen. Weniger ist mehr. The Dope wechseln treibende, harte Teile mit höchst gefühlvollen, sensiblen Parts ab. Enormer Druck für eine Zwei-Mann-Band wird erzeugt, abgebaut, mit Melodien weggenommen. Mal cleanes, mal verzerrtes Gitarrenspiel, mal cleaner, mal verzerrter Gesang. Rudi Maier singt live durch zwei verschiedene Mikrophone, um seinen Songs noch mehr Ausdruck zu verleihen. Und alles wird immer umrahmt von dem stets treffenden Schlagzeugspiel von Klaus Schachtner. Ach ja, die Schublade heisst wohl „Indierock“ und die verhasste „klingt wie“ Frage kann man auf keinen Fall mit den White Stripes beantworten, was ja eigentlich nahe liegen würde, eher käme ein Vergleich mit Modest Mouse oder den Eels in Frage.
www.thedope.de
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