Dienstag, 16. Oktober

JAPANDROIDS (CAN)

JAPANDROIDS:

JAPANDROIDS:

BE FOREST:

support  BE FOREST  (ITA)

präsentiert von BRUCHTEIL


Man muss nicht darüber diskutieren: „Celebration Rock“ ist das beste Rockalbum des Sommers. Der Studio-Zweitling des kanadischen Kraft-Lärm-Duos Japandroids ist voller Hymnen, die das Leben feiern.

"Long lit up tonight and still drinking. Don't we have anything to live for? Well of course we do, but 'til it comes true, we're drinking.” Und die Worte des Openers kann man getrost dogmatisch verstehen, denn Brian King und David Prowse sind bekannt für ihre ungebändigten Bühnenshows mit Blut und Schweiss und den schönsten „Ooooohhhhohhhhooos“ und „Ohhhh Yeahhhs“ der Gegenwart.

In einem Stück wie „Evil’s Sway“ trommelt sich Prowse in Ekstase, während Kings Gitarrensägen die Luft zerreissen und beide um ihr Leben schreien. Dabei vergessen die zwei allerdings nie die Melodien; bei all dem Dröhnen und Reissen, der Übersteuerung und dem Exzess muten Japandroids nie aggressiv an, die Kanadier drehen einfach auf euphorische Art und Weise durch, wie die wildesten jungen Hunde, die man sich vorstellen kann. Und so überwerfen sich die nur zwei Instrumente zu einem unvorstellbar schönen Intensitätschaos - ein Wespennest von einer Band.

Die aus dem kanadischen Vancouver stammenden Japandroids hatten niemals vor, ein zweites Album aufzunehmen. Nach dem Erfolg ihres Debüts „Post-Nothing“ und der Zusammenstellung zweier EPs auf „No Singles“ kämpfte sich das Duo über einen regnerischen und kalten Winter im amerikanischen Nordwesten hinweg und versuchte, den Sound von „Post-Nothing“ weiterzuentwickeln. Im Sommer holte die Zeit die Japandroids ein und fand die zwei in absoluter Bewegungslosigkeit. Hätte es nicht eine ausgedehnte Tour gegeben, wäre vielleicht alles verloren gewesen: als die Band die Stadt verliess, schwor sie sich, nur im Triumph zurückzukehren. In den letzten Zügen des Jahres 2011 kehrte die Band mit einem Schwung frischer Songskizzen zurück, deren Realisation sie in die Hände von niemand Geringerem als Jesse Gander legte, der noch immer über die wunderbare Eigenschaft verfügt, kleine Dinge ganz gross werden zu lassen.

Dabei ging es im Studio mit den gleichen Regeln wie immer bei den Japandroids zu: ohne Netz und doppelten Boden, keine Doubletracks und keine Overdubs, es sei denn, sie sind absolut nötig. Die rohe Energie von „Celebration Rock“ wird ausbalanciert mit einem grösseren Sound und zeigt, dass die Band als Songwriter gewachsen ist. Nach wie vor gilt, dass Brian King und David Prowse mit Gitarre, einem Drumset und zwei Stimmen eine Dynamik und Präsenz erreichen, für die andere Acts eine komplette Band benötigen.

Japandroids vereinen die ungestüme Leidenschaft ihres Debüts mit schlitzohriger Cleverness und ein paar neuen musikalischen Mitteln. „Celebration Rock“ ist Aufbau- und Abrissalbum zugleich - vor allem aber eine Kampfansage an die Bequemlichkeit des modernen Rock.

www.japandroids.com 
www.facebook.com/japandroids 
www.youtube.com/watch?v=TRVCtbfuDqw 


BE FOREST  (ITA)

Ihr grossartiges Album „Cold“ ist eine absolute Perle, die man nicht mehr aus dem Ohr kriegt. BE FOREST, das sind Costanza Delle Rose, Erica Terenzi und Nicola Lampredi, und die verstehen es auf wundervoll hallige Art und Weise, sich aus Schubladen zu bedienen und daraus ihre ganz eigenen psychedelischen postpunkigen Noisepop-Songs zu backen.

Das Trio aus der italienischen Hafenstadt Pesaro stellt die Verbindung dar zwischen den verlorenen Melodien und der Frische absoluter Reinheit und klingt deshalb wie es klingt: frisch, nostalgisch, direkt, pur, kalt, ahnungslos, groovy. Die Band beherrscht ebenso entrückten Dreampop-Sound wie düstere Spielarten des Shoegaze: Mal wildern sie in der New Wave Ecke, dann lärmen sie in Richtung Postpunk oder sie driften gar in Ambient-Höhen ab. Immer sind ihre Songs dabei jedoch von einer nicht mehr loszubekommenden Melodie begleitet, weshalb sie Ohrwurmqualitäten haben.

www.facebook.com/beforest3 
 



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