Theater Mimito zeigt – FLEISCH. EIN MELODARM.

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„Das, mein Kind, ist ein Schlachthof. Da drin entstehen die kleinen Würstchen, die du so gerne hast. Und der Speck, der kommt auch von dort. – Nein, ich hab nicht gelogen! Die Würstli entstehen wirklich da drin! Ich habe dir lediglich verschwiegen, dass da vorher Säuli hineingehen. – Ach, das weisst du schon? – So so, aus der Schule. – Wie kommst du denn darauf? Eine Vernichtungsmaschinerie? Das finde ich jetzt ein bisschen tendenziös. – Kind, du hast eine blutige Phantasie.“

 

FLEISCH handelt von vier Gestalten, die von der Gesellschaft nicht mehr gebraucht werden. Auf dem Weg nach Bremen begegnen sie sich und besetzen einen leerstehenden Schlachthof. Das ausgelassene Feiern der erfolgreichen Besetzung verwandelt sich nach und nach in Verwunderung, Erstaunen und schliesslich in blanke Wut darüber, was der Mensch dem Tier antut. Und die Gestalten beschliessen, mit den gleichen Waffen zurückzuschlagen.

Ist es denkbar, dass man Fleisch nur essen kann, wenn man zugleich ein Meister der Verdrängung ist? Oder gibt es eine andere Erklärung, warum der Mensch sich an knusprigem Frühstücksspeck und saftigem Sonntagsbraten erfreut, obwohl er im Grunde genommen weiss, was er da auf seinem Teller hat?

Die Luzerner Theaterformation Mimito beschäftigt sich in ihrer aktuellen Produktion mit dem zwiespältigen Verhältnis einer aufgeklärten Gesellschaft zu Tierhaltung, Tiertötung und Tierverspeisung. Sie erzählt ein modernes Märchen, in dem das Archaische, Rituelle und Sinnliche des Fleischessens ebenso heraufbeschworen wird wie die nüchterne Effizienz der Fleischgewinnung. Und über allem schwebt die Frage: Was würden die Bremer Stadtmusikanten heute tun?

„Fleisch“ ist die vierte abendfüllende Produktion des Theaterkollektivs Mimito. In immer wieder neu zusammengesetzten Formationen aus Kunst- und Kulturschaffenden, entwickeln sie eine sehr eigene Bühnensprache. Der persönliche Zugang zu aktuellen Themen zeichnet ihre Arbeiten aus. Dieser „eigene Mut zum Persönlichen“ wurde 2012 mit dem Werkbeitrag des Kantons Luzern ausgezeichnet.

Spiel:  Claudia Berg, Melinda Giger, Sylvie Kohler, Christov Rolla
Konzept:  Ursula Hildebrand und MIMITO
Text:  Christov Rolla
Regie:  Ursula Hildebrand
Musik:  Christov Rolla
Ausstattung:  Nina Steinemann
Licht / Ton:  Stefan Schauenburg und Timo Keller
Produktionsleitung:  Annette von Goumoëns
Produktion:  Theater Mimito

Vorverkauf gibt’s unter goumoens@bluewin.ch


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    Event Expired

    Grabenhalle


    19:30
    20:00
    22:30
    CHF 25.- / 15.-
    http://www.theater-mimito.ch
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