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SPLÄTTERLITHEATER und BRUCHTEIL präsentieren eine Blut-Dramödie für Puppen und Strippenzieher frei nach William Shakespeare. – In seiner achten abendfüllenden Produktion wagt sich Splätterlitheater zum ersten Mal an einen Klassiker. Und zwar an keinen geringeren als William Shakespeare – in einer in der Schweiz verorteten, freien Mundartadaption des Theaterautoren Dominik Busch.

 

Rache goes Kuhmist! – Im neuen Splätterlitheater Stück verlagert Dominik Busch „Titus Andronicus“, Shakespeares blutrünstigste Tragödie, in ein Schweizer Bergkaff. Dort trifft Tradition auf Moderne. Der angehende Gemeindepräsident Georges Göppel baut das „Grand Hotel Göppel“, einen Wellness- und Beauty-Tempel für die Diktatoren und Oligarchen dieser Welt – mit 18-Loch-Golfplatz. Dafür braucht er aber das Bauernland des abtretenden Gemeindepräsidenten Titus Andermatten. Der will es aber nur hergeben im Tausch gegen die Hand seiner Tochter Lawinia. Georges ist alles andere als begeistert von diesem Kuhhandel, denn Lawinia ist hässlich wie die Nacht! Und er hat andere Pläne: Er will sein Gschleipf Tamora, die thailändische Dorf-Sexarbeiterin, ehelichen.

Als Georges vor versammelter Gemeinde den Hochzeits-Deal platzen lässt, rächt sich Titus, indem er Tamora und ihre Söhne – drei Lady-Boys – ausschaffen lassen will. Alarbus, der Jüngste, nimmt sich daraufhin aus Angst vor der Deportation das Leben. Tamora und ihre verbleibenden Söhne schwören dem Clan von Titus Rache. Was folgt ist ein Schlagabtausch aus Lüge, Schändung und Kannibalismus.

Blut ist nicht nur dicker als Wasser, sondern auch eine ganz besondere Flüssigkeit. Wird das Symbol des Lebens vergossen, lässt das niemanden kalt und löst unmittelbare Reaktionen aus. Obsessiv und offensichtlich eingesetzt wie beim Splätterlitheater, reizt Blutvergiessen zum Lachen. Der Ironie der drastischen Darstellung wohnt etwas Subversives inne – das Lachen über blutige Brutalitäten hat etwas Befreiendes und Kathartisches.

In seinem elften Schaffensjahr und pünktlich zum 403ten Todestag des Meisters verspürte Splätterlitheater getreu seinem faustischen Credo „Blut ist ein ganz besonderer Saft“ den Drang zur Weltliteratur. Die most lamentable tragedy aus London mit ihren ursprünglich 14 Morden ist eine Steilvorlage für das Luzerner Puppentheater der anderen Art. Wie immer bleibt die umtriebige Theatergruppe mit der einzigartigen Handschrift dabei in Bewegung und erfindet sich stetig neu.

Spiel, Puppenbau, Bühne, Kostüm:  Nina Steinemann, Patric Gehrig, Jürg Plüss
Spiel, Musik und Tontechnik:  Nico Feer
Stücktext:  Dominik Busch
Regie:  Christoph Moerikofer
Lichtdesign:  Onsja S. Egli
Technik:  Sandro Baranzelli
Spezial Effekte:  Oliver Villforth
Fotos:  Ingo Höhn
Produktion:  Michael Röhrenbach
Koproduktion:  Südpol Luzern, Schlachthaus Theater Bern

VORSICHT!

Beim Splätterlitheater kommen jede Menge Blut und andere Flüssigkeiten zum Einsatz, welche bis in die hintersten Publikumsränge spritzen. Dabei handelt es sich um hochwertiges Kunstblut von Kryolan, das nicht eintrocknet und sich leicht auswaschen lässt. Für Folgeschäden lehnen wir jedoch jegliche Haftung ab, nur dass dies hier mal erwähnt wurde…
Nach der Vorstellung das blutige Kleidungsstück in Wasser, oder Mineralwasser mit viel Kohlensäure einweichen und auswaschen (meist ist das billigste Mineralwasser das Beste, da es sehr stark mit Kohlensäure versetzt ist)!
Auf keinen Fall das Kleidungsstück in warmem Wasser auswaschen – das Kunstblut reagiert leider wie Echtes – es wird in der Faser fixiert!

Da es nur Sitzplätze gibt, ist die Anzahl Tickets begrenzt. Darum bitte unbedingt Vorverkauf nutzen!

 

Am 31. Oktober 2005 gegründet, hat Splätterlitheater bisher acht Handpuppentheaterstücke für Hartgesottene auf die Bühne gebracht. 2007 – Werkbeitrag von Stadt und Kanton Luzern. 2011 lobende Erwähnung in mehreren Beiträgen der Publikation „Schweizerisches Figurentheater  – Faszination Figur“. 2012 feierte „Schlachthuus Südpol“ des Autors Matto Kämpf im Schlachthaus Theater Bern Premiere. 2014 spielt Splätterlitheater erstmals Theater für ein junges Publikum und kommt mit „D’Prinzässin Konrad und de Zinggemugger Toni“, von Matto Kämpf & Raphael Urweider im Kleintheater Luzern heraus. Bisher waren die Splätterlitheaterstücke in 16 Kantonen und im grossen Kanton zu sehen.

Das Splätterlitheater besteht aus einem Kernteam von 6 Personen (3 SpielerInnen / 1 Tontechnikerin / 1 Lichttechnikerin / 1 Produktionsleiter). Figuren, Kostüme sowie Requisiten und Bühnenbauten werden von den drei Spieler*innen mit viel Liebe zum Detail in Handarbeit gefertigt. In den einzelnen Stücken tauchen bis zu zehn Figuren auf, aber auch die Spieler sind Teil der Inszenierungen und treten in verschiedenen Rollen immer wieder in Aktion. Zur Atmosphäre der Stücke tragen auch die Musik, Sound- und Lichteffekte bei, die in gemeinsamer Arbeit für die Produktionen entwickelt werden.

Das Splätterlitheater ist eine zeitgemässe Variante des Figurentheaters für erwachsene Kinder. In der Namensschöpfung ist das Wort “Splatter” enthalten, mit dem ein Untergenre des Horrorfilms bezeichnet wird. Die Idee des Splätterlitheater ist es, diese rohe, blutige Kunstform in die heile, oft auch derb‐naive Welt des klassischen „Kasperletheaters“ einzubringen. Die Handpuppen werden teilweise mit Spezialeffekten ausgerüstet. Einzelne Puppen können so zum Beispiel enthauptet, zweigeteilt, in Monster verwandelt oder sonst wie deformiert oder malträtiert werden. Dabei wird pro Vorstellung bis zu einem Liter Theaterblut vergossen.

Bereits seit 14 Jahren treibt das Luzerner Splätterlitheater sein Unwesen. Aus der anfänglichen Idee, an einer Halloween Party ein Handpuppentheater für Erwachsene aufzuführen ist eine vollumfängliche Theaterreihe mit bislang acht abendfüllenden Produktionen geworden, die in der Schweiz und im nahen Ausland für ausverkaufte Häuser, offene Münder und mit Kunstblut verschönerte Hemden sorgt. Man darf sagen, das Splätterlitheater, das die in unserer Kultur wohlbekannten klassischen Chaschperli-Charaktere mit surrealen und auf die Spitze getriebenen Horror- und Splatterelementen mischt, hat sich in dieser Zeit zu einem festen Bestandteil in der Theaterszene gemausert und erfreut sich einem hohen Beliebtheits- und Bekanntheitsgrad.

 


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